Was sind die HADI-Zyklen, und wie kann man sie für Business ausnutzen?

Die HADI-Zyklen werden im Business gebraucht, wenn eine Hypothese aufgestellt und geprüft werden soll. Das gibt die Möglichkeit, das Produkt den Marktbedürfnissen besser anzupassen und dadurch ein StartUp oder eine neue Ware schneller marktfähig zu machen.

Wollen wir mal sehen, wie die HADI-Zyklen bei der Arbeit anzuwenden sind, um möglichst viele nützliche Informationen zu sammeln und die Umsätze zu erhöhen. 

Was sind die HADI-Zyklen?

Der Hadi-Zyklus ist ein Agile-Instrument, das uns befähigt, eine Hypothese zu prüfen, indem wir ihren Einfluss auf einen bestimmten Kennwert verfolgen. HADI ist eigentlich eine Abkürzung, die alle Arbeitsetappen beschreibt und folgende Zyklen umfasst:

  1. Hypothesis (Aufstellung der Hypothese). In dieser Etappe werden alle entstehenden Hypothesen gesammelt und die Metriken festgestellt, die durch die Änderung beeinflusst werden können. Zum Beispiel kann eine neue Titel-Fassung die Konversion durch Unternehmenslanding erhöhen.
  2. Action (Prüfung der Hypothese). Für die HADI-Methode kommt es vor allem darauf an, die Hypothese schnell prüfen zu können. Sobald entschieden wurde, die Hypothese zu testen, muss das möglichst schnell gemacht werden.
  3. Data (Datenerhebung). In dieser Etappe werden Daten zusammengetragen, die für die Prüfung der Hypothese notwendig sind, um sie zu bestätigen beziehungsweise zu widerlegen.
  4. Insights (Schlussfolgerungen). Es wird ausgewertet, wie die Prüfung der Hypothese verlaufen ist, und ob die aufgesetzte Ziele erreicht werden konnten.

Wenn die Prüfung der Hypothese erfolgreich war, kann sich der Leiter darüber Gedanken machen, wie die Änderungen und die Verbesserungen auf andere Betriebsprozesse ausgedehnt werden können. Das Testen mit Hilfe des HADI-Zyklus ist deshalb so bequem, weil man sehr leicht abschätzen kann, wie eine bestimmte Hypothese eine konkrete Metrik beeinflussen wird.

Durch einen HADI-Zyklus kann man gleich mehrere Hypothesen prüfen. Es ist aber wichtig, darauf zu achten, dass sie unterschiedliche Effizienzwerte haben. Sollte man durch einen HADI-Zyklus zwei Hypothesen prüfen, die auf die Verbesserung einer und derselben Metrik gerichtet sind, dann wird es schwer sein festzustellen, welche von den beiden Hypothesen sich als richtig erwiesen hat.

Wer soll den HADI-Zyklus anwenden – und wozu?

Der NADI-Zyklus dürfte für StartUps am nützlichsten sein. Diese Forschungsmethode gibt die Möglichkeit, die Hypothese schnell zu testen und die Arbeitsweise noch rechtzeitig zu ändern. Dabei spielt der Faktor Schnelligkeit die entscheidende Rolle auf dem Markt. Große Unternehmen können mit Hilfe der HADI-Zyklen ein neues Produkt testen, bevor es auf den Markt kommt.

Somit gibt der HADI-Zyklus auf jede Frage nach den Verbrauchern eine Antwort, zum Beispiel: wie aktuell ist für sie die Ware? Wie kann die Marketing-Kampagne am effektivsten organisiert werden? Welche Kenndaten sollten korrigiert werden? usw. Das Wichtigste dabei ist, die Hypothese so zu formulieren, damit die Antwort darauf entweder mit einem Ja oder Nein beantwortet werden kann.

Am häufigsten prüft man die Hypothese durch den HADI-Zyklus im Internet-Marketing. Für gewöhnlich werden die Effektivität des E-Mail-Marketings, die Einstellungen der SEO-Optimierung der Websites, Kontext-Werbung und Ähnliches getestet. In diesen Fällen werden als Effektivitätskennwerte die Analysedaten oder dieselben Kenndaten wie auch die Daten aus dem Internet-Marketing genutzt. Zum Beispiel die Konversion (Prozentsatz der Nutzer, die eine gezielte Handlung vorgenommen haben, im Vergleich zu der Gesamtzahl der Besucher auf der Website).

Wie man die Hypothese mit dem HADI-Zyklus prüfen kann

Damit die Hypothesen mithilfe des HADI-Zyklus genau geprüft werden können, muss vor allem die Prüfarbeit richtig organisiert sein. In erster Linie muss man an die Wahl der Hypothese ganz rigoros herangehen. Formulieren Sie alle Hypothesen, die Sie prüfen wollen, und analysieren Sie sie. Welche davon sollten am besten jetzt gleich geprüft werden? Stimmen die Metriken von zwei Hypothesen überein, die Sie bei einem HADI-Zyklus prüfen wollen? Vergessen Sie nicht: die Hypothese muss so formuliert sein, dass darauf nur eine eindeutige Antwort gegeben werden kann.

Ein Beispiel des HADI-Zyklus. Formulierung der Hypothese. Das Unternehmen prüft ein neues Zielpublikum-Segment. Das Testziel ist die Antwort auf die Frage: wie interessant wird das Produkt des Unternehmens für die Kunden sein? Dazu führen die Mitarbeiter des Unternehmens 25 Gespräche und machen 25 Anrufe bei den Kunden aus der neuen Zielgruppe. Als Erfolg gilt, wenn mindestens fünf Einkäufe für eine bestimmte Summe getan worden sind.

Um zu beurteilen, ob die Hypothese zur Prüfung im HADI-Zyklus passt, beantworten Sie folgende zwei Fragen:

  • Inwiefern glaubt das Team selbst an die Hypothese?
  • Wie schwer ist es, die Prüfung der Hypothese in die Wege zu leiten?

Um die Antwort auf die erste Frage zu bekommen, braucht man nur das Team zu befragen. Für die zweite Frage ist es wünschenswert, den Schwierigkeitsgrad der Tests und die dazugehörigen Ressourcen selbständig zu bewerten. Nachdem Sie die Antworten auf diese Fragen bekommen haben, können Sie zur Prioritätsbewertung bei der Prüfung der Hypothese übergehen. Die höchste Priorität haben die Hypothesen, an die das Team glaubt und für die die Tests leicht organisiert werden können.

Man sollte zur Testetappe möglichst früh übergehen und diese Etappe beenden, wenn alle relevanten Informationen vorliegen. Wie stellt man fest, dass die Datenmenge ausreichend ist? Man muss genau wissen, welche Hypothese geprüft werden soll. Der gesammelte Datenumfang muss so sein, dass die Messtoleranz möglichst klein gehalten wird. Im Idealfall sollte die Messtoleranz weniger als 1 Prozent ausmachen.

Ein Beispiel des HADI-Zyklus. Optimaler Auswahlumfang. Der Autor der Website muss prüfen, ob die neue Überschrift die Anzahl der Besucher auf der Website beeinflusst. Das Ziel des Experiments besteht darin, dreitausend neue Besucher anzulocken. Die Ziffer ist so gewählt worden, dass der Messfehler bei 1 Prozent liegen soll.

Wenn es nicht gelingt, in einer bestimmten Zeitspanne die notwendige Datenmenge zu sammeln, muss man zur Prüfung der nächsten Hypothese übergehen. Die vorherige Hypothese ist entweder falsch oder sie übt keinen erheblichen Einfluss auf die ausgewählte Metrik aus.

Ein Beispiel des HADI-Zyklus

Der HADI-Zyklus ermöglicht es, Hypothesen bei Minimalkosten zu testen. Außerdem können sich die Unternehmen mehrere Hypothesen auf einmal bei der Prüfung vornehmen.

Ein Beispiel des HADI-Zyklus. Der Online-Shop soll zwei Metriken erhöhen:

  1. Anzahl der Warenverschiebungen in den Einkaufskorb. Hypothese: das lässt sich erreichen, wenn der Knopf „Zum Warenkorf“ größer gemacht wird.
  2. Anzahl der Aufträge, wobei der Preis der Kundengewinnung reduziert wird. Hypothese: das lässt sich erreichen, wenn die Tarifkorrektur in der Werbekampagne eingeschaltet wird.

Da in den Hypothesen unterschiedliche Metriken geprüft weden, ist es möglich, beide Hypothesen in einem HADI-Zyklus zu testen. Dadurch hat der Marketing-Spezialist ein folgendes Ergebnis bekommen:

  1. Die Hypothese hat sich als richtig erwiesen: die Nutzer begannen, die Waren in den Warenkorb um das Anderthalbfache häufiger zu legen.
  2. Die Hypothese hat sich als falsch erwiesen: nachdem die Tarifkorrektur eingeschaltet worden war, ging die Anzahl der Aufträge zurück und der Preis der Kundengewinnung stieg um das Doppelte.

Um bei einem HADI-Zyklus zuverlässige Daten zu erhalten, ist es sehr wichtig, bei der Formulierung der Hypothese ganz präzise die Metriken zu definieren, nach denen die Effizienz der Hypothese gemessen werden soll. Testen Sie zuerst die Hypothesen, die sich leicht testen lassen und für Ihr Team glaubwürdig sind. Da der HADI-Zyklus das Testen mehrerer Hypothesen gleichzeitig zulässt, vorausgesetzt, dass ihre Effizienzwerte nicht ein und dieselbe Bewertungsmetrik benutzen, ist das eine unschätzbare Methode für Produktverbesserung und Umsatzerhöhung in jedem Unternehmen. Versuchen Sie das – und überzeugen Sie sich selbst davon!


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