Das Burnout-Syndrom, oder das Ausbrennen, ist eine Diagnose, mit der irgendwann fast jeder Mitarbeiter konfrontiert wird, der sich bei der Arbeit nicht schont.

Die ersten Burnout-Anzeichen sind starke Nervosität und ein ständig zunehmendes Gefühl der Überbelastung. Die Symptome eines erworbenen Burnouts sind Niedergeschlagenheit, ständige Müdigkeit, Gleichgültigkeit und Apathie. Vom Burnout sind nicht nur Unternehmer, Workaholiker und Karrieristen bedroht, sondern auch die Angestellten, die von 9 bis 17 Uhr im Büro sitzen. Heute erzählen wir Ihnen, wie man das Burnout  rechtzeitig diagnostiziert und was man tun soll, wenn die Vorbeugemaßnahmen ihre Wirkung verfehlt haben.  

Was hat es denn mit Burnout auf sich?

Der Begriff „Burnout“ ist Mitte der 80-er Jahr des vorigen Jahrhunderts erschienen. Laut Studien geht bei diesem Syndrom die berufliche Deformation mit psychischen Mikrotraumen, Regress-Erscheinungen und einem kritischen Rückgang der Arbeitsproduktivität einher. Bereits in den ersten Forschungsetappen war klar, dass der Kampf gegen Burnout nicht so leicht sein wird, denn diese Erscheinung besteht oft auch nach den Entspannungsformen fort, die für viele so gewohnt sind.

Burnout hängt mit chronischem Stress und dem allgemein negativen Zustand zusammen, wobei noch eine emotionale Erschöpfung oft dazukommt. Zu den häufigsten Burnout-Ursachen gehören die übermäßigen Belastungen, das Fehlen einer effizienten Erholung und die ständige Überanstrengung. Eine normale Arbeitsanstrengung vergeht in der Regel von allein, der Organismus baut sich selbständig und in kürzester Zeit wieder auf. Das Burnout jedoch nimmt jedem die Chance, eine gute Karriere zu machen. Das trifft auch auf die notorischen Workaholiker zu. Das Burnout der Mitarbeiter ist gewöhnlich eine direkte Folge einer stressigen Umgebung und / oder der Auseinandersetzungen in der Belegschaft.  

Meistens sind für dieses Syndrom die Mitarbeiter anfällig, die regelmäßig mit Menschen verkehren oder gegen psychische Anspannung zu kämpfen haben. Es herrscht im Allgemeinen die Meinung, dass vor allem Ärzte, Lehrer, Juristen, Geschäftsleiter, Psychologen und Vertriebsmanager zur hohen Burnout - Risikogruppen zählen. Umfragen zufolge leiden unter emotionaler Leere und Apathie regelmäßig 43 % - Beamte, 40 % - Workaholiker, 35 % - Intellektuelle und nur 5 % - Neulinge, die gerade eben den neuen Tätigkeitsbereich angetreten haben.

Wollen Sie sich einem Expresstest für Burnout unterziehen? Suchen Sie bei sich die unten angegebenen Charaktereigenschaften. Wenn Sie mehr als die Hälfte davon entdeckt haben, gehören sie zur Risiko-Gruppe. Also, zum Burn Out sind vor allem veranlagt:

  • Idealisten und Perfektionisten,
  • introvertierte Menschen,
  • verwundbare und empfindliche Menschen,
  • Menschen, die zur Kritik und zu negativen Äußerungen anderer Menschen empfindlich sind,
  • Emotionale Menschen.

Ursachen des Burnouts

Neben den vorher genannten wichtigsten Burnout-Ursachen gibt es noch etwa ein Dutzend andere, die nicht so häufig vorkommen. Eine der weiteren Ursachen für eventuellen Nervenzusammenbruch ist zum Beispiel die so genannte Einbahn-Kommunikation, bei der der Gesprächspartner Ihnen gar nicht antwortet oder feindselig gestimmt ist. Zu den weiteren Ursachen könnte man auch Folgendes rechnen:

  • Monotonie der Arbeit, mangelhafte Selbstorganisation.
  • Zu hohe Belastung mit Aufgaben (ebenso wie das Fehlen von Aufgaben).
  • Ungesundes Arbeitsklima.
  • Schlechte Arbeitsvergütung.
  • Das Fehlen der Karriere-Entwicklung und der Motivation.
  • Ständiger Managerwechsel.
  • Ständiger Wechsel von Arbeitspflichten.

Sie können die Ursachen des Burnouts auch selbständig ermitteln. Notieren Sie, welche von den o.g. Punkten auf Ihre Situation zutreffen, und werten Sie das Ergebnis des Express-Tests aus. Sind mehr als die Hälfte der Punkte notiert? Dann stehen Sie aller Wahrscheinlichkeit kurz vorm Burn Out. Was sollten Sie aber tun, wenn fast alle Punkte zutreffen? Dann gehen Sie schnell zum Kapitel über die Erste-Hilfe-Maßnahmen über!

Feststellung des Burnouts

Die Anzeichen für das Burnout lassen sich gewöhnlich in folgende drei Blöcke unterteilen:

Psychophysische Anzeichen. Starke anhaltende Müdigkeit, Energieschwund, Erschöpfung, das Fehlen der Neugier und des Angstgefühls, Schlaflosigkeit, Kopfweh, Schläfrigkeit, Sehschwäche, ständiger Körpergewichtswechsel.

Sozialpsychologische Anzeichen. Nervenzusammenbrüche, Depressionen, Apathie, unbegründetes Unruhegefühl, Gereiztheit, Eindruck der Aussichtslosigkeit, Selbstbewertungsschwund.

Verhaltensänderungen.  Das Gefühl der Sinnlosigkeit beim Arbeiten, Starre-Zustand und die Unfähigkeit, Aufgaben zu lösen, Abkehr von den Kollegen, Motivationsmangel, ungeordneter Tagesablauf und Verspätungen, die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen, schlechte Angewohnheiten.

Stufen des Burnouts

Man unterscheidet drei Stufen, von denen jede ihre eigenen Merkmale hat. Wir setzen uns mit jeder Stufe auseinander und geben dem Zustand des Menschen in der jeweiligen Burnout - Stufe eine kurze Charakteristik.

Erste Stufe. Man vergisst einzelne Vokabeln, Begriffe und Tatsachen, verwechselt die Wörter oder deren Rechtschreibung beim Tippen. Diese Stufe bildet sich im Laufe von drei bis fünf Jahren, je nach Auslastung und nach individuellen Eigenschaften der Person.

Zweite Stufe. Man ist nicht mehr an der Arbeit interessiert, man hat keinen Kommunikationsbedarf, ist mit sich selbst und den anderen immer unzufrieden und öfter apathisch. Man hat Kopfschmerzen, ist ständig gereizt, erzählt aber kaum jemandem über seinen Zustand. Diese Stufe kann sich fünf bis fünfzehn Jahre lang entwickeln.

Dritte Stufe. Hier werden die Burnout-Symptome schon ganz unverkennbar. Man verliert jegliches Interesse an der Arbeit und am Leben schlechthin und spürt keine Lebenskraft mehr. Außerdem ist man emotional leer und bevorzugt es, die Arbeitspflichten ganz allein auszuüben. Manchmal ertappt man sich bei Selbstmordgedanken. Bis zu dieser Stufe kann es gute 20 Jahre dauern.

Wie kann man das Burnout verhindern?

Die Methoden des Kampfes gegen Burnout (die eigentlich zur ersten Stufe am besten passen, weil man sich von den anderen Stufen im Alleingang praktisch nicht mehr befreien kann) sind den Vorbeugemaßnahmen sehr ähnlich. Mit anderen Worten: wenn Sie das Burnout überwinden wollen, sollten Sie sich die Liste der Handlungen für diejenigen ansehen, die es auf keinen Fall zulassen wollen.

Achten Sie bitte auf einen gesunden festen Schlaf, den Sie nicht nur am Wochenende, sondern auch an jedem Arbeitstag nötig haben. Es kommt auch darauf an, die moralische Erschöpfung rechtzeitig festzustellen, die am Anfang durch eine richtige Kommunikation mit Kollegen und der Geschäftsführung ebenso wie durch richtige Erholung beseitigt werden kann. Wir raten Ihnen zu einer Sportart, die Ihrem Zeitplan und dem Lebensrhythmus entspricht, und auch dazu, den Meditationspraktiken mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Was kann man noch tun, um den Stress selbständig zu bewältigen? Sie sollten sich von angehäufte Kränkungen, die übertriebenen Erwartungen (auch in Bezug auf sich selbst!), Angst und Scham, innere Aggressionen, den unproduktiven Hass, Schuldgefühle und Mitleid befreien. Wir sind uns dessen bewusst, dass es schwer ist. Aber Sie werden ganz bestimmt in der Lage sein, die Ursache jedes der oben genannten Gefühle in Worte zu fassen. Und das wird der erste Schritt auf dem Weg zur Akzeptanz sein. 

Prophylaxe des Burnouts

Es ist wohl unmöglich, die Wahrscheinlichkeit des Burnouts komplett auszuschließen. Man kann aber versuchen, es zu vermeiden. Damit dieses Syndrom einen Bogen um Sie macht, empfehlen wir Ihnen vor allem, etwas aufmerksamer die Firma auszuwählen, in der Sie arbeiten werden. Wichtig sind dabei sowohl die Arbeitsbedingungen als auch die Motivation, der Personalwechsel und die Geschlossenheit des Teams. Sie sollten verstehen, mit welchem Karrierewachstum sie rechnen können, welche Pflichten auf Sie zukommen, wann eine Gehaltserhöhung zu erwarten wäre, wie Sie und das Unternehmen sich entwickeln werden usw.

Wie vermeidet man Burnout, wenn man mit dem Arbeitsplatz rundum zufrieden ist?

  • Legen Sie bei der Arbeit kurze Pausen ein, schalten Sie Ihre Aufmerksamkeit um, nehmen Sie die Stressfaktoren nach dem Motto auf: „Das wird mir die Laune überhaupt nicht verderben“.
  • Setzen Sie die Bedeutung der Situationen herab, die Ihnen unangenehm erscheinen, indem Sie sie für sich formulieren und ausführlich darlegen, was Sie davon halten.
  • Vergessen Sie die körperlichen Belastungen nicht, auch wenn sie ganz minimal sind.
  • Und denken Sie an die Erholung! Schalten Sie nach Feierabend ganz ab. Es ist zwar leichter gesagt als getan. Trotzdem: tragen Sie Ihre Arbeitssorgen nicht nach Hause!
  • Wenn Sie ein Freischaffender sind, teilen Sie Ihre Zeit richtig ein. Gewöhnen Sie sich daran, etwas beiseite zu schieben bzw. zu delegieren und dann zu arbeiten, wann es Ihnen bequem ist und mit Ihren Biorhythmen übereinstimmt.
  • Wenden Sie sich endlich dem Hobby zu, das Sie immer wieder vernachlässigt haben.
  • Machen Sie ein paar Trainingsveranstaltungen für effektive Verhandlungen durch. Es gibt bestimmt auch kostenfreies Training, das in Ihrer Stadt Online oder Offline stattfindet. Es bringt Ihnen bei, wie Sie eine effiziente Kommunikation aufbauen und lenken können, um die eigene Meinung zu verteidigen und die Gedanken wirkungsvoll zu vertreten.

Mögliche Folgen des Burnouts, kurz gefasst 

Wenn man das Burnout außer Acht lässt, kann es zu Einsamkeit und zur sozialen Isolation führen. Auch andere Konsequenzen sind möglich:

  • Persönlichkeitsstörungen oder Depressionen stellen sich ein.
  • Konfliktsituationen im Betrieb und in der Familie nehmen zu.
  • Es gibt Immunitätsstörungen und Schmerzen, der allgemeine Gesundheitszustand wird schlechter.
  • Leistungsrückgang und Kündigung – als Fazit.

Wenn das Burnout die letzte Stufe noch nicht erreicht hat, kann es praktisch von jedem bewältigt werden. Die Voraussetzungen für den Sieg sind: der Wunsch, aus dem Regressionszustand herauszukommen, über etwas Freizeit zu verfügen und mindestens drei bis vier oben beschriebene Methoden einzusetzen.

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