Das Open-Minded-Denken ist eine Denkweise, die auf einer bedingungslosen Offenheit allem Neuen gegenüber aufbaut. Um sich diesem Modell der Umweltwahrnehmung zu nähern, muss man unvoreingenommen sein, sich an alle Umwandlungen anpassen können und auf konservative Ansichten verzichten.

Denn die Leute mit Offenheit im Denken sind Menschen, die bereit sind, unter bestimmten Umständen ihren Standpunkt zu wechseln. Sie werden nicht auf ihr Recht pochen, wenn sie einsehen, dass sie Unrecht haben, oder wenn eine günstigere und vernünftigere Variante in Sicht ist.

Wie kann Ihnen das Open-Minded-Denken bei der Karriere helfen?

Stellen Sie sich vor, Sie sollen an einem Bewerbungsgespräch teilnehmen, um die Position zu bekommen, von der Sie lange geträumt haben. Vorher haben Sie die Stellenausschreibungen der Firma durchgearbeitet, den Abteilungsleiter über Facebook angeschrieben, Sie haben sich drei Tage lang auf das Gespräch vorbereitet und die Selbstdarstellung sorgfältig eingeübt. Doch statt eines persönlichen Gesprächs sitzen Sie plötzlich mitten in einer Gruppendiskussion, die sich zudem noch mit praktischen Beispielen beschäftigt!  Der HR-Manager fragt nicht, wo und was Sie gearbeitet haben, sondern will Ihre praktischen Kenntnisse sehen. Was wird da ein Open-Minded-Mensch machen? Er schließt sich mit anderen Bewerbern zu einer Gruppe zusammen und entwickelt mit ihnen mehrere Lösungsvarianten für das jeweilige Beispiel. Dann erklärt er im Namen der Gruppe den Wahlhintergrund. Und wenn er dabei seine eigenen Arbeitserfahrungen erwähnt, wird er ohne Zweifel den Zuschlag bekommen. Warum ist das so? Weil der Open-Minded-Bewerber gezeigt hat, dass er bereit ist, sich den Lebensumständen anzupassen, in kollektiver Arbeit Probleme schnell zu lösen und seine Kompetenzen rechtzeitig einzusetzen. 

Das Open-Minded-Denken ist das Denken von Führungspersönlichkeiten. Dazu gehören Flexibilität des Bewusstseins und die Fähigkeit, Informationen wahrzunehmen, ohne sie zu beurteilen. Diese Einstellungen helfen uns in jedem Lebensbereich. Ohne sie kann man kein umfassendes Netz von Berufskontakten entwickeln, keine guten Ergebnisse beim Lernen erzielen, kein Produkt herstellen, dass das beste in seiner Nische werden soll, und man kann nicht einmal feste Beziehungen knüpfen. Menschen mit Open-Minded-Denken streben nach Kenntnissen, nach praktischen Erfahrungen und neuen Eindrücken. Meinen Sie, dass dieses Denken nur Superhelden eigen ist, deren Tag 25 Stunden hat? Wir sind bereit zu beweisen: dem ist nicht so!  

Wie ist das Open-Minded-Denken zu entwickeln?

  1. Bekämpfen Sie den Wunsch, auf fremde Meinungen jähzornig zu reagieren. Am Anfang wird das Ihnen schwer fallen, weil Sie höchstwahrscheinlich nur den Grundsatz kennen „in einem Streit kann es nicht zwei Sieger geben“. Kontrollieren Sie solche Gedanken und stoppen Sie sie. In der Tat: nicht alle Menschen teilen Ihre Meinung. Aber Sie sind gerade deshalb eine Open-Minded-Person, weil Sie alles besser als alle anderen sehen und verstehen. 
  2. Verschließen Sie sich nicht. Umwandlungen können manchmal Schreck einjagen. Aber: geben Sie doch zu, manchmal ist es etwas Spannendes. Jedes Ereignis in Ihrem Leben kann Ihnen etwas beibringen, auch wenn es so unangenehm ist. Jeder neue Bekannte, das heißt, Kollege, Lehrer oder Freund, kann eine Art „Liftmensch“ für Sie werden. So nennt man die Leute, die imstande sind, Ihnen etwas beizubringen, zum Beispiel, Verhandlungen zu führen, Karriere zu machen oder Konflikte mit Ihren Nächsten zu lösen.

Ausführlicher erzählen Ihnen über die Liftmenschen die Experten von Lectera und der internationalen Management-Akademie in einer Reihe von kostenlosen Online-Treffen, in denen es um die Regeln des Lebens in der VUCA-Welt geht.

  1. Versuchen Sie, das zu tun, was Ihnen Angst macht. Zum Beispiel, Ihre Meinung bei der Beratung zu äußern oder neue Pflichten zu übernehmen. Gehen Sie immer „in die Angst hinein“ – das ist eine der besten Methoden, um Selbstunsicherheit zu überwinden und das Open-Minded-Denken zu entwickeln. Außerdem wird diese Verhaltensweise Ihnen im wesentlichen dabei helfen, Alarmgefühle loszuwerden, wenn Sie die Situation plötzlich nicht mehr unter Kontrolle haben.
  2. Stellen Sie möglichst viele Fragen. Sie sind nicht sicher, genug Information zu haben, um eine Entscheidung zu treffen? Fragen Sie, fragen Sie nach, klären Sie alle Einzelheiten. Schämen Sie sich nicht, wenn Sie etwas nicht wissen, denn das ist kein Grund, sich zu schämen. Noch mehr Techniken, sich aufs Open-Minded-Denken umzustellen, finden Sie bei dem kostenlosen Lectera-Kurs «Gewohnheiten ändern: Programmiere dich selbst, um erfolgreich zu sein». In nur zwei Stunden erfahren Sie, wie Sie ein für allemal die Angst vor Umwandlungen loswerden und nach Open-Mind-Grundsätzen leben können.
  3. Vermeiden Sie Mutmaßungen. Tratschen Sie nicht und verurteilen Sie diejenigen nicht, die in gängige Verhaltensmuster nicht passen. Das lässt sich am Anfang natürlich schwer umsetzen, aber ständige Praxis und bewusster Verzicht auf Vergabe von Etiketten werden Ihnen wesentlich bessere Beziehungen zu den Menschen in Ihrer Umgebung einbringen. Dazu gehören auch die Kollegen, die Sie vorher nicht für Ihre Helfer auf dem Wege zur beruflichen Entwicklung, sondern vielmehr für Hauptkonkurrenten gehalten haben. 

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